Wasser/Wasser - Wärmepumpe
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Prinzip der Wasser/Wasser - Wärmepumpe
Die Wasser/Wasser - Wärmepumpe nutzt die Energie des Grundwassers, das eine konstante Temperatur von 7-15 °C hat. Dieses Hohe Energieniveau nutzt die Wasser/Wasser – Wärmepumpe am effizientesten von allen Heizungswärmepumpen. Für einen solchen Betrieb werden ein Förderbrunnen und ein Schluckbrunnen benötigt. Das Grundwasser wird dem Förderbrunnen mittels Brunnenpumpe entnommen und zum Wärmetauscher der Wärmepumpe geleitet. Das so abgekühlte Grundwasser wird dann dem Schluckbrunnen, der in Grundwasserflussrichtung hinter dem Entnahmebrunnen gebohrt werden sollte, wieder zugeführt. Der Schluckbrunnen sollte dabei die gleiche Wassermenge aufnehmen können, wie dem Förderbrunnen entnommen wird. Die Entnahmemenge richtet sich nach der Heizleistung der Wärmepumpe.
Voraussetzungen einer Wasser/Wasser - Wärmepumpe
Nicht überall ist die erforderliche Wassermenge, Grundwasserqualität und Temperatur zum Betrieb einer Brunnenanlage gewährleistet. Die Anforderungen an die Wasserqualität sind sehr hoch. Bei nicht ausreichender Wasserqualität, z.B. zu viel Eisen oder Mangan im Grundwasser, kann eine Verockerung des Schluckbrunnens auftreten. Ein zunehmender Pumpenstrombedarf ist dabei erstes Anzeichen einer zunehmenden Verockerung.
Vorteile:
- höchste Effizienz und Wirtschaftlichkeit
- keine Zusatzelektroheizung nötig
- geringer Flächenbedarf
Nachteile:
- hoher technischer Aufwand
- Genehmigungspflichtig durch Wasserbehörde
- Höhere Erschließungs- und Wartungskosten als bei Sole und Luft
[hier finden Sie alle Details zur Planung einer Wärmepumpe mit Grundwasser]
Hier finden Sie weitere Informationen zu Wärmepumpentechnik
Neueste Beiträge und Fragen zum Thema
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Sehr geehrte Damen und Herren, ich trage mich mit der Absicht, meine Gasheizung durch eine Wärmepumpe zu ersetzen. In Frage käme für mich u.a. eine Grundwasser-Wärmepumpe, da ich in 3,50 m genügend Grundwasser habe. Leider hat dies einen Eisengehalt von 3,1 mg und einen Mangangehalt von 0,47 mg je Liter. Sehen Sie bei diesen Werten eine Möglichkeit des Einsatzes einer Grundwasser-Wärmepumpe?
Eine Grundwasser-Wärmepumpe ist bei den genannten Eisengehalten des Grundwassers von mehr als 3 mg/l nicht sinnvoll zu betreiben. Die Gefahr z. B. der Verockerung des Schluckbrunnens durch Ausfällen des Eisens bei Sauerstoffkontakt wäre zu groß. Allerdings ist eine Tiefe von 3,50 Meter für einen Saugbrunnen unserer Meinung nach auch etwas zu wenig. Hier würden wir eine tiefere Brunnenbohrung empfehlen und unter Umständen könnten sich in anderen Grundwasserschichten andere Wasserwerte finden lassen. Alternativ würden wir Ihnen einen Flächenkollektor oder Erdsondenbohrungen empfehlen, da Ihr Grundstück eine vermutlich über dem Durchschnitt liegende Humidität aufweist und so höhere Kälteentzugsleistungen zu erwarten sind. Dies könnte sich positiv auf die Effizienz der Wärmepumpe auswirken.
Die Beheizung und Warmwasserbereitung eines Einfamilienhauses bei Salzburg mit ca. 200m² Wohnfläche soll durch eine Wärmepumpe mit P 10KW und eine Solaranlage mit 54m² sowie einen Holzkessel zur Spitzenlastabdeckung erfolgen. Als Wärmequelle für die Wärmepumpe soll ein vorhandener 8000l Speicher, beheizt durch solare Restwärme, dienen. Würde diese Anordnung überhaupt Sinn machen?
Eine Kombination aus Solarthermie (54m2), einem Holzkessel zur Spitzenlastabdeckung und einer 10kW Wärmepumpe, die aus einem solar beheizten Speicher gespeist wird, ist schon sehr kurios. Grundsätzlich sind für die Beheizung von privat genutzten Immobilien monovalente Systeme zu favorisieren, da diese meist einfacher zu bedienen sind und auch eine geringere Wartungsintensität aufweisen. Ohne die Hintergründe der vorgeschlagenen Systemspezifikation näher zu kennen, liegt die Vermutung nahe, dass hier „mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird“.
Die Solarthermieanlage ist mehr als großzügig dimensioniert. Auch wenn beabsichtigt ist, genügend Energie für den Speicher und letztlich für die Wärmepumpe zu sammeln, ist dies keine wirklich sinnvolle Konzeption, da hier die Wärme relativ teuer (Kapitalkosten der Solarthermieanlage) erkauft wird. Sofern davon ausgegangen wird, dass die Wärmepumpe einen Großteil des Heizwärmebedarfs im Winter realisieren soll, ist darauf folgend fraglich, ob der Holzkessel wirtschaftlich betrieben werden kann. Da die Erörterung Ihrer Anlagenkonzeption sicherlich Seiten füllen könnte, ist Ihnen vielleicht mit der einfachen Feststellung geholfen, dass das vorgeschlagene Konzept technisch natürlich machbar ist, wirtschaftlich jedoch Unfug. Sie können entweder die Solarthermie weglassen und die Wärmepumpe im Verbund mit dem Holzkessel betreiben oder mit einer kleiner dimensionierten Solarthermieanlage auf den Holzkessel verzichten und die Wärmepumpe über einen Erdwärmetauscher betreiben.
Hallo Zusammen, meine Frage wäre folgende: Ich habe einen Grundwassertemperaturunterschied zwischen 7 und 13 Grad. Wie wirkt sich das auf die Stromkosten aus und wie kalt darf das Grundwasser sein, so daß noch eine effiziente Leistung erbracht wird?
Ein Temperaturunterschied von 6°C wirkt sich natürlich auf die Effizienz der Wasser-Wasser-Wärmepumpe und somit auch auf die nötigen Stromkosten aus. In welchem Umfang sich die Effizienz reduziert kann jedoch ohne Angabe weiterer Daten (Brunnen- und Anlagenkonzeption, Heizwärmebedarf und Systemtemperaturen) nicht im Vorwege bestimmt werden. Die Gefahr der Ineffizienz der Wasser-Wasser-Wärmepumpe bei Wassertemperaturen von 7°C ist aber nicht gegeben.
Der Grundwassertemperaturunterschied kommt meiner Meinung nach zustande, weil das Grundwasser neben einem Bach entnommen wird, des weiteren eine Quelle an der Grundwasserentnahmestelle vorbei in den Bach fließt, zudem das Grundwasser nur aus einer Tiefe von ca. 6m entnommen wird. Ich denke dass es nicht reines Grundwasser ist, sondern die Pumpe sich teilweise im Oberflächenwasser bzw. Bachwasser befindet. Was mir auch in der fast 2jährigen Laufzeit aufgefallen ist, dass das Wasser in der kalten Jahreszeit bis auf ca. 7,5 Grad zurück geht und in der warmen Jahreszeit bis auf 13 Grad ansteigt. Meine Frage haben sie eigentlich schon beantwortet, wobei sie eine Ineffizienz bei über 7Grad ausschließen. Interessant wäre für mich nun zu wissen wie sich dieser Temperaturunterschied auf den Stromverbrauch auswirkt, soll heißen wie sich der Stromverbrauch von 7° C im Gegensatz zu 13°C auswirkt. Es wird ein Haus mit ca. 130qm² Fußbodenheizung beheizt und Warmwasser von einem Jahresverbrauch von ca.50m³ verbraucht. Im Jahresschnitt verbraucht die Wasser Wasser Pumpe mit allen Stromabnehmern der Heizung einen Stromverbrauch von 4200 KW Std. das KW beziehe ich zu einem Preis von 15 Cent.(Wärmepumpentarif).
Ich stimme Ihnen zu, dass die heterogenen Temperaturverhältnisse wohl aus der Tiefe der Brunnen und der Nähe zum Bach resultieren. Und dies scheint auch der Grund dafür zu sein, dass Ihre geförderte Grundwassertemperatur auf 7,5°C im Winter zurückgeht und Sie somit nur eine JAZ erreichen, die nach erster Einschätzung unter der für eine Wassernutzung üblichen liegt. Das heißt nicht, dass der jetzige Betrieb ineffizient wäre, aber mit tieferen Brunnen wäre die Entnahmetemperatur höher und vor allem konstanter!
Wir bohren die Brunnen in der Regel immer tiefer als 10m, um neben dem Temperaturniveau auch die langfristigen Wasserqualitätsverhältnisse sicher zu stellen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich diese im oberflächennahen Bereich, gerade bei offensichtlicher Durchmischung unterschiedlicher Wässer, ändern und somit den Anlagenbetrieb beeinflussen, ist vergleichsweise hoch.
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