Vorteile der Wärmepumpe
Vieles spricht für die Wärmepumpe
Die Wärmepumpentechnologie erfährt derzeit eine unglaubliche Renaissance. Dies liegt zum Großen Teil an den unschlagbar niedrigen Heizkosten. Zum anderen führen jedoch auch die Abhängigkeit von Energieimporten, die zunehmende Klimaerwärmung und die Preisschwankungen von Holzpellets dazu, dass die Wärmepumpe sich als das Heizsystem der Wahl im Neu- und Altbau immer stärker durchsetzt. Aus gutem Grund:
>> Wärmepumpen verursachen weniger CO2 als Gas-Brennwertkessel
>> Wärmepumpen bieten die niedrigsten Heizkosten
>> Wärmepumpen haben stabile Heizkosten
>> Wärmepumpen sind lange haltbar
>> Wärmepumpen sind wartungsfrei
>> Wärmepumpen sparen viel Platz
>> Wärmepumpen benötigen keinen Schornsteinfeger
>> Wärmepumpen weisen keinerlei Brand- oder Explosionsgefahr auf
>> Wärmepumpen erlösen vom lästigen Ölgestank
>> Wärmepumpen steigern den Wert einer Immobilie
>> Wärmepumpen sind wirtschaftlicher als Dämmungsmaßnahmen
>> Wärmepumpen Kühlen im Sommer
>> Wärmepumpen gewinnen die Wärme der Abluft zurück
>> Wärmepumpen brauchen keinen Schornstein
Wärmepumpen verursachen weniger CO2 als Gas-Brennwertkessel
Nimmt man die heute vielfach gelobte Erdgas-Brennwertheizung als Vergleich, so zeigt sich, dass in Abhängigkeit der Jahresarbeitszahl (JAZ = Quotient aus erzeugter Wärme und eingesetztem Strom), die Wärmepumpe bereits ab einer JAZ von 3 weniger CO2 verursacht als eine Gas-Brennwertheizung. Diese Jahresarbeitszahl lässt sich mit jeder sinnvoll eingesetzten Luftwärmepumpe und mit jeder Erdwärmepumpe erzielen. Zudem sei angemerkt, dass vor Ort – also im Haus selbst – keinerlei Emissionen verursacht werden, da eine Wärmepumpe nicht auf einen Verbrennungsvorgang angewiesen ist. Die geringe CO2-Emission der Wärmepumpe beruht ausschließlich auf der Einbeziehung der zum Wärmepumpenbetrieb notwendigen Stromerzeugung. Da die Kraftwerke jedoch immer effizienter und umweltfreundlicher werden und regenerative Energien verstärkt zur Stromerzeugung verwandt werden, ist zukünftig davon auszugehen, dass Wärmepumpe einen noch größeren CO2-Einspareffekt möglich machen.
Wärmepumpen bieten die niedrigsten Heizkosten
Wärmepumpen nutzen immer einen Großteil kostenloser Umweltenergie. Eine Erdwärmeheizung nutzt durchschnittlich 75% des benötigten Heizwärmebedarfs als Erdwärme aus dem Boden. Dies resultiert darin, dass für die Erzeugung einer Kilowattstunde Wärme nur 25% Elektrizität aufgewendet werden müssen. Müssen zur Deckung eines Heizwärmebedarfs von 6 kW im Jahr durchschnittlich 12000 Kilowattstunden Wärme erzeugt werden, so bedarf die Erdwärmepumpe dazu nur 3000 Kilowattstunden Strom. Multipliziert mit einem Strompreis von 14 Cents pro Kilowattstunde ergeben sich so jährliche Heizkosten von 420 Euro. Zur Bereitstellung derselben Heizwärme bedürfen Pelletheizungen 650 Euro, Ölheizungen 1000 Euro und auf Flüssiggas basierende Heizungen 1200 Euro.
Wärmepumpen haben stabile Heizkosten
Während die Pelletpreise Jahr für Jahr immens schwanken und sich aktuell wieder dem Kostenäquivalent von Heizöl annähern, weist die Erdwärmeheizung langfristig stabile Preise auf. Diese nutzt nämlich zu 75% die kostenlose Erdwärme. Und ist nur zu 25% auf Strom angewiesen. Steigt also der Strompreis um zum Beispiel 10%, so steigen die Heizkosten nur um 2,5%. Dieser Zusammenhang führt dazu, dass bei weiter steigenden Energiepreisen – allein die jährliche Inflation reicht schon aus – immer größere Einsparungen resultieren. Dies ist insbesondere für Rentner und junge Familien und alle diejenigen interessant, die nur ein begrenztes Budget zur Verfügung haben und auf eine gewisse Planungssicherheit angewiesen sind. Zudem kann auch ein zum Zwecke der Heizungssanierung aufgenommenes Förderdarlehen mit Sicherheit zurückgezahlt werden, da häufig die Einsparungen durch die Erdwärmeheizung den Raten für Zins und Tilgung entsprechen.
Wärmepumpen sind lange haltbar
Wärmepumpen halten mindestens 20 Jahren. Dann sind sie in aller Regel nicht kaputt und haben auch keinen Wirkungsgradverlust wie es zum Beispiel deutlich bei Solarnalagen zu beobachten ist, die pro Jahr an Effizienz verlieren. Wärmepumpen sind letztlich leistungsstärkere Kühlschränke und entsprechen nach 20 Jahren meist nicht mehr dem Stand der Technik, sodass ein Austausch meist aus diesen Beweggründen vorgenommen wird. Diese lange Haltbarkeit beruht darauf, dass die Wärmepumpe auf wenig mechanisch funktionierende Komponenten angewiesen ist. Während bei Feuerstätten der hohe Verschleiß der Gebrauchsteile immer zu zunehmenden Wartungskosten führt, ist in der Wärmepumpe nur ein Verdichter vorhanden, der einer gewissen Abnutzung unterliegt. Wer sich von der langen Haltbarkeit einer Wärmepumpe überzeugen möchte, brauch meist nur in den eigenen Keller zu gehen und nachzugucken, wann die fast vergessene Kühltruhe gebaut wurde.
Wärmepumpen sind wartungsfrei
Wärmepumpen sind vollkommen wartungsfrei. Sie verfügen im Gegensatz zu Pellet-, Öl- oder Gasheizungen über keine Filter, Behältnisse für Asche oder Tanklager, die kontinuierlich gesäubert werden müssen. Selbst der Schornsteinfeger wird überflüssig, sodass in eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung immer auch der Faktor Wartung mit einbezogen werden muss.
Wärmepumpen sparen viel Platz
Wärmepumpen sind sehr Platz sparend, da sie ohne Vorratsbehältnisse auskommen. Im Neubau kann dieser Raum von vorn herein sinnvoller verplant werden und im Bestand wird durch den ersatzlosen Ausbau von Flüssiggas- und Öltanks der Keller oder Garten größer. In beiden Fällen wird Platz geschaffen, der nun auch praktisch nutzbar ist.
Wärmepumpen benötigen keinen Schornsteinfeger
Wärmepumpen benötigen keinen Schornsteinfeger, weil auch der Schornstein überflüssig wird. Kehren und Abgaskontrolle entfallen so gänzlich. Dieser Vorteil ist leider häufig Ursache dafür, warum sich Schornsteinfeger kritisch gegenüber der Wärmepumpe äußern. Verständlich: Ihr Arbeitsplatz fiele weg, falls sich der Kunde für eine Wärmepumpe entscheidet.
Wärmepumpen weisen keinerlei Brand- oder Explosionsgefahr auf
Da Wärmepumpen auf der Kompression des gasförmigen Kühlmittels beruhen und so Wärme erzeugen, gibt es auch keine Brand- oder Explosionsgefahr. Es gibt keine Flamme und keine Brennstoffe, die gefährlich wären. Damit ist es häufig auch möglich eine günstigere Versicherungspolice abzuschließen, da die Risiken eines Schadens durch die Heizung minimiert werden.
Wärmepumpen erlösen vom lästigen Ölgestank
Wird eine Ölheizung durch eine Wärmepumpe ersetzt, so wird häufig berichtet, dass der lästige Ölgeruch endlich weg ist. Dies wird in den meisten Fällen vorher nicht mehr wahr genommen. Probieren Sie es aus! Sie werden erstaunt sein wie frisch die Luft in einem Haus mit Wärmepumpe riechen kann.
Wärmepumpen steigern den Wert einer Immobilie
Für Immobilienbesitzer wird es aufgrund mieterfreundlicher Gesetze und durch Mietspiegel begrenzte Preise immer schwieriger die gestiegenen Heizkosten an die Mieter in vollem Umfang weiterzugeben, ohne Leerstand befürchten zu müssen. Aber auch Eigentümer von Einfamilienhäusern sehen sich beim Verkauf ihrer Immobilie Abschlägen ob zu hoher Heiz- und somit Unterhaltskosten konfrontiert. Werden diese Immobilien auf Erdwärme umgerüstet, so wird die Primärenergiereduktion im Energiepass festgehalten. Mieter und Käufer legen zunehmend Wert auf den Nachweis des Energieverbrauchs, da die Miete transparenter und der Kauf wertvoller ist.
Wärmepumpen sind wirtschaftlicher als Dämmungsmaßnahmen
Viele Sanierungswillige stehen vor der Frage: Dämmung oder ein kompletter Heizsystemwechsel. Beides ist meist nicht zu stemmen. Die Antwort fällt jedoch meist eindeutig aus, wenn man Investition und Kostenersparnis gegenüberstellt: Für eine Erdwärmeheizung werden schnell 20.000€ fällig. Diese reduziert die Heizkosten jedoch um 50% bis 60%. Ein Vollwärmeschutz kostet schnell 40.000€. Dieser reduziert die Heizkosten jedoch meistens nur um 30% bis 40%. Und Abhängigkeit und Preisspirale bleiben zudem ständiger Begleiter, sodass selbst diese Einsparung schnell aufgezehrt ist.
Wärmepumpen Kühlen im Sommer
Um eine Wärmepumpe auch zum Kühlen nutzen zu können, reicht es bereits aus, die Förderrichtung des Verdichters und des Expansionsventil umzudrehen oder die Erdwärme ganz ohne Kompression zu nutzen. Je nach Intensität der benötigten Kühlleistung und dem vorhandenen Abgabesystem setzt man dabei eine aktive oder passive Kühlung ein. Ein Heiz- und Kühlbetrieb über eine Wärmepumpe mit Erdsonden erhöht zudem die Jahresarbeitszahl, da das Erdreich thermisch aufgeladen wird und der Wärmepumpe zum Beginn der Heizperiode eine höhere Sole-Ausgangstemperatur zur Verfügung steht.
Wärmepumpen gewinnen die Wärme der Abluft zurück
Um sich wohl zu fühlen, braucht ein Mensch pro Stunde mindestens 30 m³ frische Luft. Leider bedeutet das regelmäßige Lüften im Winter einen Verlust an erzeugter Heizwärme. Bei konventionellen Gebäuden summiert sich dieser auf bis zu 50 %; bei modernen Passivhäusern sogar auf bis zu 70 %. Der Einsatz einer kontrollierten Lüftung vermeidet einen Großteil dieser Wärmeverluste und ermöglicht die Rückgewinnung der Abluftwärme durch einen Wärmetauscher oder eine Wärmepumpe.
Wärmepumpen brauchen keinen Schornstein
Im Neu- und Altbau kann auf den Schornstein verzichtet werden, da die Wärmeerzeugung der Wärmepumpe auf keinem Verbrennungs-, sondern auf einem Kompressionsvorgang beruht. Und dieser verursacht keinerlei Abgase. Eine Wärmepumpe spart also auch die Baukosten für den Schornstein sowie die jährlichen Inspektionen des Schornsteinfegers.
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