Glossar - Begriffe verständlich erklärt
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Übersicht
>> Verdichter
>> Verockerung einer Brunnenanlage
>> Vulkan
>> Vulkanismus
Verdichter
Allgemein gilt: Verkleinert man das Volumen eines Gases, so spricht man von Verdichten bzw. Komprimieren. Entsprechende Geräte nennt man dann Verdichter oder Kompressoren. Bei Verdichtungsvorgängen wird ein vorhandenes Ansaugvolumen mit dem Betriebsdruck zu einem kleineren Volumen zusammengepresst. In dem kleineren Volumen herrscht ein erhöhter Druck, und das Gas erwärmt sich. Für Verdichtungsvorgänge gilt bei konstant bleibender Temperatur das Boyle-Mariottesche Gesetz. Es werden grundsätzlich zwei Funktionsweisen unterschieden. Zum einen der Turboverdichter für große Volumenströme, zum anderen die Kolbenverdichter bei kleinem Durchsatz. Der Verdichter ist ein wesentliches Funktionselement der Wärmepumpe.
Verluste der Feuerstätte
Die Verluste einer Heizungsanlage, bezogen auf das ganze Jahr, setzen sich aus den Abgasverlusten, den Abstrahlungsverlusten und den Betriebsbereitschaftsverlusten zusammen. Erst der Jahresnutzungsgrad einer Feuerstätte kann aufzeigen, wie gut oder schlecht eine Feuerstätte ist.
Verockerung einer Brunnenanlage
Nach einer gewissen Betriebsdauer einer Brunnenwassernutzung bilden sich nach und nach sogenannte Verockerungen, die man zwischen inneren‚ und äußeren Ablagerungen unterscheidet. Um diese Verockerungen zu entfernen wird eine sogenannte Brunnenregenerierung angestrengt, deren Zweck es ist, nicht nur die optisch sichtbaren inneren Ablagerungen sondern vor allem die hinter der Verrohrung liegenden äußeren Ablagerungen zu entfernen um einen nachhaltigen Reinigungserfolg und somit eine Leistungssteigerung des Brunnens zu erzielen. Als Möglichkeiten stehen viele verschiedene mechanische und mechanisch-chemische Regenerierverfahren zur Verfügung welche nach folgendem Prinzip funktionieren:
- Trennung: Aufhebung des Verbundes zwischen Ablagerungen und Filterkies bzw. Filterrohr
- Austrag: Parallel zur Trennung ist das gleichzeitige Auspumpen der (ab-)gelösten Ablagerungen aus dem Brunnen notwendig
- Kontrolle: Überwachung des Regenerierungsfortschrittes.
Virtuelles Kraftwerk
Ein virtuelles Kraftwerk ist eine Zusammenschaltung von kleinen, dezentralen Kraftwerken, wie zum Beispiel Windenergieanlagen, Blockheizkraftwerken, Fotovoltaikanlagen, Kleinwasserkraftwerken und Biogasanlagen zu einem Verbund, die gemeinsam von einer zentralen Warte gesteuert werden.
Mit einer stärkeren Verbreitung der Mikro-KWK zur Energieversorgung von Gebäuden wird das Konzept des virtuellen Kraftwerks immer naheliegender, indem durch koordiniertes Einspeiseverhalten zusätzliche gesamtwirtschaftliche Vorteile (z. B. Erzeugung von Spitzenlaststrom und Angebot von Regelenergie) erzielt werden. So kann ein Mini-BHKW den Strom vorwiegend zur Netzlastspitze produzieren und die zeitweilig überschüssige Wärme in einem Wärmespeicher puffern.
Etablierte Energieversorger sehen im virtuellen Kraftwerk noch keine ernst zu nehmende Alternative zur bestehenden Netzstruktur mit zentralen Großkraftwerken. Insbesondere die Kosten der Kommunikation und der Aufwand der zentralen Steuerung werden bisher noch nicht durch den Mehrwert des virtuellen Kraftwerks im Vergleich zur ungekoppelten Betriebsweise der dezentralen Einspeiseanlagen rechtfertigt.
Vuilleumier-Wärmepumpe
Die Vuilleumier-Wärmepumpe ist benannt nach dem französischen Ingenieur Rudolph Vuilleumier, der 1918 in USA für seine Erfindung ein Patent erhielt. Sie ist die nächste der zu behandelnden Wärmepumpen-Bauarten. Die Vuilleumier-Wärmepumpe wird - wie die Absorptions-Wärmepumpen - mit Erdgas betrieben. Sie arbeitet in einem thermisch angetriebenen regenerativen Gas-Kreisprozess mit dem Arbeitsmedium Helium.
Beim Vuilleumier-Verfahren können zwei Wärmequellen mit jeweils unterschiedlichem Temperaturniveau genutzt werden. Angetrieben wird der Kreisprozess über einen Gasbrenner und als zweite Wärmequelle wird über einen Wärmetauscher beispielsweise die Wärme der Außenluft genutzt. Vorteil des Verfahrens: Selbst bei Außentemperaturen von minus 20 °C sind Vorlauftemperaturen von 75 °C erreichbar, so dass sie auch für ältere Gebäude einsetzbar sind.
Derzeit erprobte Systeme zeigen, dass gegenüber der Gas-Brennwerttechnik Einsparungen in der Primärenergie von bis zu 44 Prozent möglich sind. So lassen sich Vuilleumier-Wärmepumpen durchaus für einen Bereich zwischen 15 und etwa 45 kW thermischer Leistung entwickeln. Damit sind Vuilleumier-Wärmepumpen im Vergleich zu Kompressions- oder Absorptionspumpen energetisch eine interessante Alternative - allerdings haben diese Wärmepumpen-Bauarten nach dem Vuilleumier-Verfahren die Serienreife noch nicht erlangt.
Vulkan
Ein Vulkan ist eine geologische Struktur, die entsteht, wenn Magma (geschmolzenes Gestein) bis an die Oberfläche eines Planeten (z. B. der Erde) aufsteigt. Alle Begleiterscheinungen, die mit dem Aufstieg und Austritt der glutflüssigen Gesteinsschmelze verbunden sind, bezeichnet man als Vulkanismus.
Der Begriff "Vulkan" leitet sich von der Insel Vulcano in Italien ab. In der römischen Mythologie galt diese Insel als die Schmiede des Vulcanus, dem römischen Gott des Feuers.
In einer Tiefe ab 100 km, in der Temperaturen zwischen 1000 und 1300 Grad Celsius herrschen, schmelzen Gesteine zu zähplastischem Magma, das sich in großen, tropfenförmigen Magmaherden in 2 bis 50 km Tiefe sammelt. Wenn der Druck zu groß wird, steigt das Magma über Spalten und Klüfte der Lithosphäre auf. Magma, das auf diese Weise an die Erdoberfläche gelangt, wird als Lava bezeichnet.
Bei einem Vulkanausbruch werden nicht nur glutflüssige, sondern auch feste oder gasförmige Stoffe freigesetzt (Vulkanismus).
Vulkanismus
Unter Vulkanismus versteht man alle geologischen Vorgänge und Erscheinungen, die mit dem Aufsteigen von Magma aus dem Erdmantel bis zur Erdoberfläche verbunden sind. In der Regel ist Vulkanismus an tektonisch aktive Regionen gebunden, wie Subduktionszonen oder Mittelozeanische Rücken - es treten aber auch Magmen aus größerer Tiefe an atektonischen stationären Hot Spots (z. B. Hawaii) aus.
Unter Veränderungen der chemischen Zusammensetzung (z. B. Wassergehalt) und des Druckes (Druckentlastung) kommt es zur partiellen Aufschmelzung des Gesteins (Magma). Das flüssige Material sammelt sich dabei üblicherweise in der so genannten Magmakammer an. Aus dieser werden die an der Oberfläche befindlichen Vulkane durch schmale Aufstiegswege gespeist.
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