Glossar - Begriffe verständlich erklärt
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Übersicht
>> Fernwärme
>> Fotovoltaik
>> Fracturing
Fenstersanierung
Werden Dämmungsmassnahmen in Erwägung gezogen, so ist auch die Fenstersanierung oftmals Gegenstand der Betrachtung. Baut man neue Fenster ein, so ist grundsätzlich zu beachten, dass diese die Dichtheit eines Gebäudes wesentlich beeinflussen. Dies führt zu einem deutlich geringeren Luftwechsel. Das bedeutet, dass die anfallenden Lasten, wie z.B. Wasserdampf vom Kochen, Baden und von Pflanzen, nicht mehr abtransportiert werden. Bei alten Gebäuden kann dies zur Bildung von Schimmel. Werden neue Fenster eingebaut, muss daher unbedingt mehr gelüftet werden.
Fernwärme
Als Fernwärme bezeichnet man den Transport von thermischer Energie vom Erzeuger zum Verbraucher, meist zur Heizung von Gebäuden. Unter Fernheizung wird die Erschliessung ganzer Städte oder ganzer Stadtteile verstanden. Bei der örtlichen Erschließung einzelner Gebäude, Gebäudeteile oder kleiner Wohnsiedlungen mit eigener Wärmeerzeugung spricht man von Fernheizung. Insbesondere die zukünftig vermehrte KWK ist auf den Ausbau von Fernwärmenetzen angewiesen.
Flächenheizungen
Zu den Flächenheizungen zählen die Fußboden-, Wand- und Deckenheizungen. Es sind allesamt Systeme, die in Bauteilflächen integriert sind. Auch Betonkernsysteme zählen zu den Flächenheizungen.
Flächenkollektoren
Flache Erdkollektoren werden auf dem Grundstück ausgelegt. Dies ist die preiswerteste Variante der Erdwärmeheizung. Die Flachkollektoren können sogar in Eigenarbeit verlegt werden. Diese Methode ist jedoch mit einigen Nachteilen behaftet. Es wird eine verhältnismäßig große Fläche zur Verlegung der Kollektoren benötigt. Weiterhin darf diese Fläche später nicht bebaut werden. Werden Bäume gepflanzt besteht die Möglichkeit, dass im Laufe der Jahre die Wurzeln die Kollektoren beschädigen können (siehe auch Erdwärmekollektoren).
Fossile Energieträger
Fossile Energie wird aus fossilen Brennstoffen gewonnen, die wie Braunkohle, Steinkohle, Torf, Erdgas und Erdöl in geologischer Vorzeit aus Abbaubauproukten von toten Pflanzen und Tieren entstanden sind. Diese fossilen Energieträger basieren auf dem Kohlenwasserstoffkreislauf und ermöglichen damit Sonnenenergie vergangener Zeiten zu speichern und heute zu verwerten. Nach internationalen Schätzungen werden 2030 etwa 90% des weltweiten Energiebedarfs aus fossilen Quellen gedeckt werden (im Jahr 2005 waren es 81%).
Fotovoltaik
Unter Fotovoltaik (auch Photovoltaik) versteht man die Umwandlung von Strahlungsenergie, vornehmlich Sonnenenergie, in elektrische Energie. Sie ist seit 1958 zunächst in der Energieversorgung von Weltraumsatelliten mittels Solarzellen im Einsatz. Mittlerweile wird sie zur Stromerzeugung auf der ganzen Welt eingesetzt und findet Anwendung auf Dachflächen, bei Parkscheinautomaten, an Schallschutzwänden oder auf Freiflächen. Der Name setzt sich aus den Bestandteilen Photos - das griechische Wort für Licht - und Volta - nach Alessandro Volta, einem Pionier der Elektrotechnik - zusammen. Die Fotovoltaik gilt als Teilbereich der umfassenderen Solartechnik, die auch andere technische Nutzungen der Sonnenenergie einschließt.
Fracturing
Fracturing, auch als "Fräggen" bezeichnet, ist eine Technik, wobei in tiefengeothermischen Bohrungen eine Flüssigkeit in das Bohrloch unter höchsten Drücken und Mengen eingepresst wird und das Gestein am Bohrfuß aufgesprengt wird. Hierbei entstehen Brüche und Risse ("Fracture"), welche den festen Gesteinsbereich rings um die Bohrung auflockern und so das Einströmen von Thermalwässern deutlich verbessern.
Diese Technik ist Grundlage für die Hot-Dry-Rock-Technologie.
Fundamentplatten
Eine Alternative zu den Erdwärmekollektoren bilden die Fundamentplatten. Da die meisten Gebäude auf Fundamentplatten, Streifen-, oder Punktfundamenten oder einer Kombination gründen, bietet sich eine Nutzung der Erdwärme über die Fundamente an. Unterhalb der Fundament- bzw. Bodenplatte, also zwischen Erdreich und Platte, wird in der Regel eine so genannte Sauberkeitsschicht eingebaut, die aus Magerbeton oder Feinkies besteht. Wärmetauscherleitungen, die in diese Sauberkeitsschicht integriert werden, können sich ebenfalls der Erdwärme bedienen. Die erreichbaren Leistungen mit Fundamentplatten sind aber begrenzt und deutlich geringer als bei Erdwärmekollektoren.
Fußbodenheizung
Die Fußbodenheizung hat den Vorteil, dass sie nur sehr niedrige Vorlauftemperaturen (max. 40°C) bedarf. Die Fußbodenheizung hat einen hohen Strahlungsanteil bei der Wärmeübertragung und sorgt so für ein behagliches Raumklima. Leider lässt sich die Fußbodenheizung nicht kurzfristig steuern, weil sie mit dem Estrich eine große Speichermasse erwärmt. Um den Komfortgewinn der Fußbodenheizung mit den energetischen Vorteilen von Heizkörpern zu kombinieren besteht die Möglichkeit, nur solche Räume mit Fußbodenheizung auszustatten, die mit nackten Füßen betreten werden, etwa Bad und WC. Für die Erdwärmenutzung ist eine Fussbodenheizung ideal, da die Wärmepumpe nur relativ wenig Arbeit verrichten muss und überdies konstanter betrieben werden kann.
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