Direkt zur Navigation

Direkt zum Inhalt

Stoltenberg Energie GmbH

Ihr Spezialist für Erdwärme und Wärmepumpen

Große Mühlenstraße 45
24217 Schönberg

Telefon: +49 (0)4344.41 10-0
Telefax: +49 (0)4344.41 10-20

URI: http://www.stoltenberg-energie.de

Titelfoto

Glossar - Begriffe verständlich erklärt

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Übersicht

>> Einspar-Contracting

>> Elektro-Kompressions-Wärmepumpe

>> Endenergiebedarf

>> Energiebedarf

>> Energieliefer-Contracting

>> Energiepflanzen

>> Energiezaun

>> EnEV - Energieeinsparverordnung

>> Enthalpie

>> Entlüfter

>> Erdberührte Bauteile

>> Erdgas

>> Erdkruste

>> Erdöl

>> Erdwärme

>> Erdwärmeheizung

>> Erdwärmekollektoren

>> Erdwärmenutzung

>> Erdwärmepumpe

>> Erdwärmesonden

>> Erdwärmetauscher

>> Erneuerbare Energie

>> Erneuerbare-Energien-Gesetz

Einspar-Contracting

wärmepumpe kosten luftwärmepumpe funktion funktionsweise luft erdwärmepumpe preis forum erdwärme kosten erdwärme bohrung heizen mit erdwärme tiefenbohrung geothermie
Schema des Einspar-Contractings 

Einspar-Contracting wird auch Energie-Einspar-Contracting oder Performance-Contracting genannt. Der Contractor plant, baut und betreibt alle Maßnahmen die zur Erreichung der Energieeinsparung erforderlich sind. Dabei kann die Finanzierung durch den Contractor erfolgen. Die ersparten Energiekosten finanzieren die Leistung des Contractors und werden von diesem garantiert.

Wegen der hohen Bonität bei gleichzeitigem Geldmangel wird diese Contractingart besonders in den kommunalen Gebietskörperschaften angewandt. Die Verbreitung gegenüber den anderen Contractingformen ist immer noch sehr gering, wahrscheinlich da es vielfache Bedenken und Vorbehalte zu den Risiken und dem Verfahren gibt. Eine gute Hilfe bieten hier jedoch verschiedene Leitfäden (Umweltbundesamt und Deutsche Energieagentur), die sowohl helfen anfängliche Skepsis zu überwinden als auch Wegweiser bei öffentlichen Ausschreibung sind.

Insgesamt ist besonders hervorzuheben, dass das Einspar-Contracting häufig und eigentlich zu Unrecht immer nur als Finanzierungsinstrument betrachtet wird. Ein wesentlicher Aspekt ist insbesondere für Institutionen, die nicht das volle technische Wissen selber vorhalten können, einen Auftragnehmer direkt für die garantierte Energieoptimierung zu bezahlen. Nur bei dieser Auftragsart liegt das Interesse des Auftragnehmers auch in der Realisierung eines wirtschaftlichen Betriebs, da er ausschließlich mit dessen Nachweis Gewinn erwirtschaften kann.

[nach oben]

Elektro-Kompressions-Wärmepumpe

Die Elektro-Kompressions-Wärmepumpe entnimmt der Umwelt Wärme. Das flüssige Arbeitsmedium befindet sich dabei mit geringem Druck auf der Primärseite im Verdampfer. Weil die Umwelttemperatur außerhalb des Verdampfer höher ist als die Siedetemperatur des Arbeitsmediums, verdampft das Arbeitsmedium und entzieht der Umgebung Wärme. Der elektrisch betriebene Verdichter saugt das verdampfte Arbeitsmedium aus dem Verdampfer ab und verdichtet es. Bei diesem Vorgang steigen Druck und Temperatur des Dampfes. Vom Verdichter aus wird das dampfförmige Arbeitsmedium auf der Sekundärseite in den Verflüssiger gebracht, der vom Heizwasser umgeben ist. Da die Temperatur des Heizwassers niedriger als die Kondensationstemperatur des Arbeitsmediums ist, kühlt der Dampf ab und wird wieder flüssig. Die Wärme, die im Verdampfer aufgenommen wurde und die durch das Verdichten gewonnene Energie erwärmen nun das Heizwasser. Danach gelangt das Arbeitsmedium über ein Expansionsventil wieder in den Verdampfer. Hier entspannt sich das Kältemittel vom hohen Druck des Kondensators auf den niedrigen Druck des Verdampfers und kühlt ab.

[nach oben]

Endenergiebedarf

Energiemenge, die den Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung zur Verfügung gestellt werden muss, um die normierte Rauminnentemperatur und die Erwärmung des Warmwassers über das ganze Jahr sicherzustellen. Diese Energiemenge bezieht die für den Betrieb der Anlagentechnik (Pumpen, Regelung, usw.) benötigte Hilfsenergie ein.

Die Endenergie wird an der „Schnittstelle“ Gebäudehülle übergeben und stellt somit die Energiemenge dar, die dem Verbraucher (im allgemeinen dem Eigentümer) geliefert und mit ihm abgerechnet wird. Der Endenergiebedarf ist deshalb eine für den Verbraucher besonders interessante Angabe. Er muss vor diesem Hintergrund im Energiebedarfsausweis getrennt nach verwendeten Energieträgern angegeben werden; bei Wohngebäuden kann er neben der auf die Gebäudenutzfläche bezogenen Angabe und dem absoluten Wert (Gesamtbedarf für das Gebäude) auch auf die Wohnfläche bezogen angegeben werden (freiwillige Angabe). Der auf die Wohnfläche bezogene Bedarfswert ist in der Regel höher als der entsprechende, auf die Gebäudenutzfläche bezogene Wert, weil die Wohnfläche in der Regel kleiner ist als die Gebäudenutzfläche.

[nach oben]

Energiebedarf

Energiemenge, die unter genormten Bedingungen (z.B. mittlere Klimadaten, definiertes Nutzerverhalten, zu erreichende Innentemperatur, angenommene innere Wärmequellen) für Beheizung, Lüftung und Warmwasserbereitung (nur Wohngebäude) zu erwarten ist. Diese Größe dient der ingenieurmäßigen Auslegung des baulichen Wärmeschutzes von Gebäuden und ihrer technischen Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung sowie dem Vergleich der energetischen Qualität von Gebäuden. Der tatsächliche Verbrauch weicht in der Regel wegen der realen Bedingungen vor Ort (z.B. örtliche Klimabedingungen, abweichendes Nutzerverhalten) vom berechneten Bedarf ab.

[nach oben]

Energieliefer-Contracting

wärmepumpe kosten luftwärmepumpe funktion funktionsweise luft erdwärmepumpe preis forum erdwärme kosten erdwärme bohrung heizen mit erdwärme tiefenbohrung geothermie
Schema des Energieliefer-Contractings 

Energieliefer-Contracting wird auch als Anlagen-Contracting oder Nutzenergie-Lieferung bezeichnet. Der Contractor errichtet und betreibt die Energieanlage auf eigenes Risiko und Kosten auf der Basis von langfristigen Verträgen mit seinen Kunden. Die Vertragslaufzeiten variieren zwischen 5 bis 20 Jahren. Beiderseitiges Ziel, durch Optimierung wirtschaftliche und ökologische Vorteile erreichen. Die Kosten des Contractors für Erstellung, Finanzierung, Wartung und Primärenergieeinkauf fließen in ein in der Regel zweigliedriges Preissystem bestehend aus einem fixen Grundpreis (GP) Beispielsweise €/kW, €/a, €/Monat und einem variabelen Arbeitspreis (AP) Beispielsweise in €/kWh, €/MWh. In der Praxis haben sich verschiedene Preisgleit- oder Preisänderungsformeln herausgebildet, die eine meist terminlich fixierte Anpassung der Preise bei veränderten Rahmenbedingungen: Änderung der Preise für Primärenergie, Material- oder Lohnkosten, ermöglichen. Als Ausgangspunkt für die Preisanpassungen werden häufig die Indexzahlen des Statistischen Bundesamtes vertraglich vereinbart.

[nach oben]

Energiepflanzen

Pflanzen, die sich besonders gut für die energetische Nutzung eignen und die - im Gegensatz zu Reststoffen - mit dem Hauptziel der Energienutzung angebaut werden. Viele Kulturpflanzen kommen für einen Anbau als Energiepflanzen in Betracht: In Deutschland werden verschiedene Getreidesorten wie etwa Mais, Weizen, Roggen oder Triticale als Energiepflanzen genutzt. Daneben werden Gräser wie Chinaschilf (Miscanthus) und Weidelgras verwendet. Als Energiepflanzen werden auch Ölsaaten wie Raps und Sonnenblumen, schnell wachsende Hölzer wie Pappeln und Weiden sowie Rüben und Hanf angebaut. Experimentiert wird auch mit der Nutzung von Algen. Außerhalb Deutschlands sind Zuckerrohr und Ölpalmen bedeutende Energiepflanzen. Nachwachsende Rohstoffe ist der Oberbegriff für Pflanzen, die für die energetische Nutzung oder auch für eine stoffliche Nutzung, z.B. als Baumaterial, als Zellstoff für die Papierindustrie, als Schmierstoff, Farbstoff oder als sonstige Rohstoffe für die chemische Industrie angebaut werden (siehe auch NawaRo).

[nach oben]

Energiezaun

Ein Energiezaun gehört zu den Kollektoren, die oberflächennahe Erdwärme oder Luftwärme absorbieren und an die Wärmepumpe weiterleiten. Der Energiezaun kann vertikal eingebracht auch die Funktion eines Zauns annehmen und sogar mit einer Alarmanlage kombiniert werden. Horizontal kann der Energiezaun auch auf Dächern installiert werden. Ähnlichem Einsatz entsprechen Energiekörbe, die auch als architektonische Stilelemente vereinzelt Anwendung finden.

[nach oben]

EnEV - Energieeinsparverordnung

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) ist ein Teil des deutschen Baurechts. In ihr werden von der Bundesregierung auf der rechtlichen Grundlage der Ermächtigung durch das Energieeinspargesetz (EnEG) Bauherren bautechnische Standardanforderungen zum effizienten Betriebsenergieverbrauch ihres Gebäudes oder Bauprojektes vorgeschrieben. Sie gilt für Wohngebäude, Bürogebäude und gewisse Betriebsgebäude.

Die Energieeinsparverordnung löste die Wärmeschutzverordnung (WSchV) und die Heizungsanlagenverordnung (HeizAnlV) ab und fasste sie zusammen. Ihre erste Fassung trat am 1. Februar 2002 in Kraft, die zweite Fassung (EnEV 2004) 2004. Zur Umsetzung der EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden wurde eine Neufassung erstellt, die seit dem 1. Oktober 2007 gültig ist.

Wird beim Betrieb eines Heizungssystems, so die EnEV, eine Jahresarbeitszahl von 3,33 erreicht, so kann auf den Primärenergienachweis verzichtet werden. Energetisch gesehen haben Wärmepumpen normalerweise so große Vorteile, dass die EnEV daher auf die Berechnung des realen Primärenergiebedarfs verzichtet. Dazu ist im Energiebedarfsausweis der EnEV ein entsprechender Vermerk vorgesehen.  Grundsätzlich greift diese Regelung, wenn mindestens 70% des Wärmebedarfs durch erneuerbare Energien gedeckt werden. Das wiederum bedeutet, dass die Stromaufnahme höchstens 30 Prozent der Nutzwärmeabgabe betragen darf (EnEV § 3, Absatz 3, Satz 2).

[nach oben]

Enthalpie

Die Enthalpie ist ein Maß für die Energie eines thermodynamischen Systems. Sie wird in der Regel durch den Buchstaben H (Einheit: Joule, J) symbolisiert, wobei das H vom englischen heat content (Wärmeinhalt) abgeleitet ist. In der Chemie und Technik spielen außerdem die molare Enthalpie Hm (Einheit: kJ/mol) und die spezifische Enthalpie h (Einheit: kJ/kg) eine wichtige Rolle. Sie beschreiben die Enthalpie in Bezug auf die Stoffmenge n bzw. die Masse m.

[nach oben]

Entlüfter

In Heizwasser- und Solarkreisläufen kann sich an den höchst gelegenen Stellen des Leitungssystems Luft ansammeln, die den Flüssigkeitsumlauf behindert oder ganz unterbricht. Um die Luft aus dem geschlossenen Leitungssystem abzuführen, werden Entlüfter installiert. Diese sind bei Heizungsanlagen im Bereich des Wärmeerzeugers, bei Solaranlagen am höchsten Punkt angeordnet. Bei Heizungsanlagen macht sich Luft durch gluckernde Geräusche bemerkbar. Abhilfe schafft dabei das Entlüften des höchst gelegenen Heizkörpers. Für Solaranlagen werden immer häufiger automatische Entlüfter im Bereich der Kellerinstallation eingesetzt.

[nach oben]

Erdberührte Bauteile

Vielfach werden heute erdberührte Bauteile thermisch aktiviert. Sie dienen dann nicht nur der Standfestigkeit, sondern unterstützen die Energieerzeugung durch Erdwärme. Bohrpfähle werden dann für Erdwärmesonden eingesetzt, wenn größere Durchmesser von 60 bis 150 Zentimeter oder große Tiefen erreicht werden sollen. Die Bohrung ist ohne und mit Stützflüssigkeit oder mit Bohrrohr möglich. Nach dem Einbau des Armierungskorbes wird der Beton von unten eingefüllt und das Bohrrohr wieder ausgezogen. Sollte eine Stützflüssigkeit vorhanden sein, wird diese gleichzeitig abgezogen. Spezielle Bohrpfäle sind SchneckenbohrpfähleOrtbetonrammpfähle, Stahlbetonrammpfähle und Stahlbetonhohlpfähle.

[nach oben]

Erdgas

Erdgas ist ein brennbares Naturgas, das in unterirdischen Lagerstätten vorkommt. Es tritt häufig zusammen mit Erdöl auf, da es auf ähnliche Weise entsteht. Erdgase bestehen hauptsächlich aus Methan, unterscheiden sich aber in ihrer weiteren chemischen Zusammensetzung.

[nach oben]

Erdkruste

Die Erdkruste ist die äußere, feste Schicht der Erde und in der relativen Mächtigkeit einer Apfelhaut vergleichbar. Unter ihr liegen der feste bis zäh-plastische Erdmantel und 2900 km tiefer der großteils flüssige Erdkern.

Die Erdkruste setzt sich aus einem Mosaik vieler Erdplatten zusammen, deren Bewegung (2-10 Zentimeter pro Jahr) von der Theorie der Plattentektonik beschrieben wird. Erdbeben entstehen, wenn sich Spannungen an Gesteinsgrenzen oder Erdplatten ruckartig abbauen.

Die detaillierte Erforschung des Erdinnern begann vor etwa 200 Jahren. Doch schon die griechischen Naturphilosophen machten sich Gedanken über die Struktur der Erde, Newton berechnete ihre Abplattung mit einem einfachen physikalischen Modell, und auch Vulkanismus und Erdbeben ließen frühzeitig manche Schlüsse zu. Um 1900 entwickelten sich schließlich die modernen Messmethoden der Gravimetrie, der Seismik und der Geomagnetik. Die Areale der Erdkruste, die bereits in wenigen Tausend Metern Tiefe hohe Temperaturen zulassen, sogenannte Hot-Spots, sind insbesondere für großtechnische Nutzung der Geothermie interessant.

[nach oben]

Erdöl

Erdöl ist ein in der Erdkruste eingelagertes, hauptsächlich aus Kohlenwasserstoffen (unter anderen auch Methan) bestehendes lipophiles Stoffgemisch. Rohes Erdöl (Rohöl) stellt mit mehr als 17.000 Bestandteilen eine der komplexesten Mischungen an organischen Stoffen dar, die natürlicherweise auf der Erde vorkommen. Erdöl ist der derzeit wichtigste Rohstoff der modernen Industriegesellschaften, der zur Erzeugung von Treibstoffen und für die chemische Industrie herausragende wirtschaftliche Bedeutung besitzt. Die Substitution des Erdöls durch erneuerbare Energien stellt eine der größten Aufgaben der Menschheit dar.

[nach oben]

wärmepumpe kosten luftwärmepumpe funktion funktionsweise luft erdwärmepumpe preis forum erdwärme kosten erdwärme bohrung heizen mit erdwärme tiefenbohrung geothermie
Übersicht von Methoden der Erdwärmenutzung 

Erdwärme

In der „oberflächennahen“ Geothermie haben sich drei Verfahren zur Wärmegewinnung aus dem Boden mit Einsatz einer Wärmepumpe etabliert:

In der "tiefen" Geothermie lassen sich ebenfalls drei Verfahren zur Erdwärmenutzung unterscheiden:

[nach oben]

Erdwärmeheizung

Das Prinzip der Erdwärmeheizung funktioniert ganz einfach: Unterhalb der Frostgrenze ist die Temperatur des Erdreiches mit etwa 10 °C nahezu konstant. Ein Wasserkreislauf, der durch das Erdreich führt und eine elektrische Wärmepumpe genügen, um diese Temperatur fürs Heizen zu nutzen. Im Sommer dagegen kann dieses System unverändert für die Raumkühlung genutzt werden. Das Wasser aus dem Erdreich fließt in diesem Fall nicht über die Wärmepumpe, sondern gelangt direkt durch die Heizkörper oder fließt durch Leitungen im Fußboden. Das kühlt den Raum an den heißen Tagen angenehm um einige Grad ab.

Die Erdwärmeheizung hat also unter anderem den Vorteil, dass der Bauherr ohne Mehrkosten auch eine Raumkühlanlage für den Sommer hat. Das ersetzt zwar eine Vollklimaanlage nicht, bietet aber immerhin ein System, das bei 32 °C Außentemperatur das Gebäudeinnere auf angenehme 24 bis 26 °C herunterkühlt. Die Betriebskosten beschränken sich auf den Betrieb einer kleinen Umwälzpumpe, die den Wasserkreislauf - so wie eine kleine Heizungspumpe - in Gang hält.

Auch aus energetischen Aspekten macht es Sinn, im Sommer die Raumwärme ins Erdreich zurückzupumpen: Der Boden regeneriert sich schneller und eine höhere Soletemperatur zu Beginn der Heizperiode erhöht die Effizienz  Erdwärmeheizung.

[nach oben]

Erdwärmekollektoren

Unter den Erdwärmekollektoren lassen sich zwei Kollektoren unterscheiden: Der Flächenkollektor und die Fundamentplatten. Um Erdwärmekollektoren nutzen zu können, ist eine ausreichend große Fläche erforderlich. Vom Prinzip her funktionieren die Kollektoren wie Erdwärmesonden. PE-Schleifen werden in geringer Tiefe und flächig, etwa im Garten eines Einfamilienhauses, verlegt.

Der Vorteil von Erdwärmekollektoren gegenüber Erdwärmesonden besteht im deutlich geringeren Investitionsaufwand bei der Installation im Neubau. Nachteilig ist, dass das System der Erdwärmekollektoren stärker durch das Klima als durch den Wärmestrom aus dem Untergrund beeinflusst wird. Der Wirkungsgrad ist vor allem bei hohem Bedarf, wie im Winter, niedriger. Allerdings lässt sich mit einer intelligenten Steuerung viel solar-beeinflusste Erdwärme gewinnen.

Erdwärmekollektoren sind Wärmetauscher, die horizontal in 80-160 Zentimeter Tiefe verlegt werden. Die für den Wärmeentzug relevante Wärme der Erde ist gespeicherte Sonnenenergie, die durch direkte Einstrahlung, durch Wärmeübertragung aus der Luft und durch Niederschläge in das Erdreich übergeht. Der Betrieb eines Erdwärmekollektors ist also abhängig von den Witterungseinflüssen, die an der Oberfläche herrschen. Eine Wärmepumpe muss aus diesem Grund bei der Koppelung an Erdwärmekollektoren in Zeiten des größten Wärmebedarfs mit relativ ungünstigen Wärmequellentemperaturen im Vergleich zu einer Erdwärmesondenanlage auskommen. Auf der anderen Seite ist die Regeneration eines Erdwärmekollektors durch eben diese Sonneneinstrahlung und die Niederschläge übers Jahr hinweg immer gegeben. Um das Erdreich als Wärmequelle zu nutzen, können PE-Kunststoff Rohrschlangen oder Kapillarrohrmatten verlegt werden.

[nach oben]

Erdwärmenutzung

Die umgangssprachliche Nutzung der Erdwärme bezieht sich häufig auf den Einsatz von Erdwärmesonden, Erdwärmekollektoren oder einer Brunnewassernutzung. Auch großflächige, erdberührten Gebäudebauteile lassen sich zur Erdwärmenutzung funktionieren. Primär wird die Erdwärme zu Heizzwecken genutzt. Die so gewonnene Erdwärme wird mit einer Wärmepumpe auf das benötigte Vorlauftemperaturnieveau "hoch gepumpt". Aber auch  für Deckenstrahlungs- oder Bauteilheizungen reicht die Erdwärme vollkommen aus.

Zunehmend wird Erdwärme auch für die Kühlung von Gebäuden eingesetzt. Die aus der Erdwärmenutzung gewonnene Erdkühle lässt sich ohne weiteres im bestehenden Klimasystem nutzen. Eine andere Erdwärmenutzung ist mit Niedrigtemperatur-Heizsystemen, Wand- und Fußbodenheizung, Heiz- und Kühldecken denkbar. Alle genannten Systeme eignen sich für Heizung und Kühlung. In den Sommermonaten dient Wasser aus der Erde der Kühlung und im Winter strömt erwärmtes Wasser durch die Leitungen in den Bauteilen.

[nach oben]

Erdwärmepumpe

Eine Erdwärmepumpe ist die umgangssprachliche Bezeichnung für eine Wärmepumpe, die die Erdwärme als Umweltenergie nutzt, bezeichnet. Horizontal verlegte Erdwärmekollektoren und vertikal in die Erde eingebrachte Erdwärmesonden fördern dabei die gespeicherte Wärme mit einem Gemisch aus Wasser und Frostschutzmittel (Sole) zum Verdampfer der Sole/Wasser-Wärmepumpe.

[nach oben]

Erdwärmesonden

Die Verwendung von Erdsonden - Bild öffnet in neuem Fenster
Die Verwendung von Erdsonden (Quelle: BWP e.V.) 

Erdwärmesonden sind in Tiefenbohrungen eingebrachte Rohrbündel (Erdsonden). Die Tiefe einer Bohrung variiert nach dem geologischen Aufbau des Untergrundes und wird für den normalen Wohnungsbau > 50 m durchgeführt (bis zu 400 m, je nach lokalen Gegebenheiten und Leistungsanforderung). Durch eine spezielle Trägerflüssigkeit (häufig Wasser, gelegentlich mit etwas Glykol als Frostschutz) wird die Erdwärme zur Wärmepumpe transportiert und dann auf das entsprechend erforderliche Niveau gehoben. Diese Variante der Nutzung von Erdwärme hat einen hohen Wirkungsgrad.

Die RWTH hat in Aachen im November 2004 mit einer Erdwärmesonde eine Tiefe von 2500 m erreicht. Die Gesteinstemperaturen erreichen 70-100 Grad Celsius. Die Erdwärmesonde wird eine Leistung von ca. 450 kW liefern. Dies erspart jährlich ca. 300 t CO² bei der Gebäudeheizung.

Aber auch die Variante zur Kühlung kann über Erdsonden erfolgreich umgesetzt werden. Hierbei wird Wärme aus Gebäuden über die Wärmepumpe in das Erdreich übertragen, die die Regeneration unterstützt und sozusagen im Winter wieder zur Verfügung steht. Planungen für Erdwärmesonden erfordern eine umfangreiche Berechnung.

Im privaten Wohnungsbau (Einfamilienhaus) sind Erdwärmesonden selten tiefer als 100 m. Neben den hohen Kosten für das Bohrgerät (Bohrkosten) muss bei größeren Tiefen auch das Bergrecht beachtet und eine entsprechende Genehmigung eingeholt werden.

[nach oben]

Erdwärmetauscher

Erdwärmetauscher bezeichnet man die Flächen im Erdreich, die mit diesem in direkten Kontakt stehen und thermische Energie "austauschen. Der Erdwärmetauscher besteht aus Rohren, die nahezu horizontal im frostfreien Erdreich verlegt werden oder vertikal als Erdwärmesonden eingebracht werden.

[nach oben]

Erneuerbare Energie

Erneuerbare Energie, auch regenerative Energie genannt, bezeichnet Energie aus nachhaltigen Quellen, die nach menschlichen Maßstäben unerschöpflich sind. Das Grundprinzip ihrer Nutzung besteht darin, dass aus den in der Umwelt laufend stattfindenden Prozessen Energie abgezweigt und der technischen Verwendung zugeführt wird. Die vom Menschen nutzbaren Energieströme entspringen unterschiedlichen Primärquellen:

  • der thermonuklearen Umwandlung in der Sonne,
  • dem radioaktiven Zerfall im Erdinnern,
  • der Himmelsgestirnbewegung, Erdrotation und den damit verbundenen Effekten.

Auf der Erde können diese Energiequellen in Form von Windenergie, Wasserkraft, Gezeitenströmungen, Sonnenlicht und -wärme sowie Erdwärme genutzt werden.

[nach oben]

Erneuerbare-Energien-Gesetz

Das deutsche Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien, in der geläufigen Kurzfassung Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) genannt, soll den Ausbau von Energieversorgungsanlagen vorantreiben, die aus sich erneuernden (regenerativen) Quellen gespeist werden, die bei der Erzeugung keine Treibhausgase ausstoßen, insbesondere aus Wind- und Sonnenenergie. Es dient vorrangig dem Klimaschutz und gehört zu einer ganzen Reihe gesetzlicher Maßnahmen, mit denen die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern wie beispielsweise Erdöl, Erdgas oder Kohle und auch von Energieimporten aus dem Raum außerhalb der EU verringert werden soll.

[nach oben]

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

[Erdwärme und Wärmepumpen] [Tiefe Geothermie] [Unternehmen] [Referenzen] [Info]

Günter Grass nutzt Erdwärme von Stoltenberg Energie


Kostenschätzung anfordern

wärmepumpe kosten luftwärmepumpe funktion funktionsweise luft erdwärmepumpe preis forum erdwärme kosten erdwärme bohrung heizen mit erdwärme tiefenbohrung geothermie
Logo eeg-Portal