Brauchwasser - Wärmepumpe
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Funktion einer Brauchwasser - Wärmepumpe
Die Brauchwasser-Wärmepumpe (umgangssprachlich oftmals Warmwasser-Wärmepumpe genannt) heizt als separates Gerät Brauchwasser auf das gewünschte Temperaturniveau. Diese Geräte haben in etwa die Größe einer Kühl-Gefrier-Kombination und sind meist mit einem integrierten Speicher ausgestattet.
Der mit einem Radialventilator versehene Verdampfer nimmt Wärme aus der Umgebungsluft auf. Da die Temperatur der Luft höher ist als die Siedetemperatur des Kältemittels, findet eine Wärmeübertragung statt. Das Kältemittel siedet und verdampft, die Luft wird abgekühlt. Der Dampf wird vom Verdichter angesaugt und auf einen hohen Druck komprimiert. Zu diesem Druck gehört eine hohe Temperatur des Kältemittels, die über der des Brauchwassers liegt. Im Verflüssiger findet wieder eine Wärmeübertragung statt, wobei das Kältemittel kondensiert und das Brauchwasser erwärmt wird. Das flüssige Kältemittel gelangt zum Drosselorgan, wird dort auf einen niedrigen Druck entspannt und tritt dann in den Verdampfer ein. Nun beginnt der Kreisprozess von neuem. Die abgegebene Heizleistung setzt sich etwa zu 2/3 aus kostenloser Umweitenergie und zu 1/3 aus elektrischer Energieaufnahme zusammen.
Einsatz einer Brauchwasser - Wärmepumpe
Grundsätzlich ist die Warmwasserwärmepumpe eine Luftwärmepumpe. Das bedingt also auch, dass diese dort zum Einsatz kommen sollte, wo ein über dem Durchschnitt liegendes Lufttemperaturniveau genutzt werden kann. Daher sind Warmwasser – Wärmepumpen eine gute Lösung zur Brauchwasserbereitung in Heizungskellern, die durch den Betrieb einer Öl- oder Gasheizung erwärmt sind. Eine Warmwasser – Wärmepumpe in Kombination mit einer Heizungswärmepumpe ist neben des geringeren Energiegehalts der Luft auch aus wirtschaftlichen Gründen eher abzulehnen. Angemerkt sei, dass Warmwasser - Wärmepumpen im Sommer die Umgebungsluft des Aufstellungsraumes kühlen und in feuchten Kellern für trockene Luft sorgen.
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In meinem Mehrfamilienwohnhaus will ich während der Heizperiode die Abluft der kontrollierten Lüftung über eine Luft-Wärmepumpe leiten. Um einen möglichst guten Wirkungsgrad zu erreichen soll das Brauchwasser nur vortemperiert werden auf ca. 40°C. Den Rest soll dann der ohnehin vorhandene Fernwärmeanschluss erledigen. Der Standort ist für den Waschmaschinenraum gedacht da hier auch die Trockner der Mieter stehen und entsprechend warme Abluft anfällt. Ist diese Kombination sinnvoll oder ist der Raumluftwechsel ca. 1000m³/h bei 800m² Wohnfläche zu gering.
Grundsätzlich ist es natürlich möglich, die Abluft der kontrollierten Lüftung zu einer Luft-Wasser-Wärmepumpe zu führen. Hierfür gibt es auch spezielle Luftwärmepumpen bzw. kombinierte Wärmepumpen, die z.B. Erdwärme und Abluft nutzen. Ob es sinnvoll ist, das Brauchwasser nur vorzutemperieren, ist nicht ganz klar. Hierzu müsste genauer berechnet werden, welcher Beitrag von welchem Erzeuger kommt und ob dieser dann auch in einem sinnvollen Verhältnis zum Aufwand der Installation und zur jeweils eingesetzten Energie steht. Vielleicht wäre es eine Lösung, das Warmwasser über eine dementsprechende Brauchwasser-Wärmepumpe zu erhitzen, die durch die Abluft gespeist wird.
In einer gut gedämmten Dachgeschoßwohnung (150m²) ist die Warmwassererzeugung noch unklar. 2 Bäder. Es sind in einigen Räumen Einzellüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung geplant. Ist es sinnvoll ein zentrales Abluftsystem zu installieren das die mögliche Warmwasserwärmepumpe mit erwärmter Zuluft aus den Räumen versorgt? Die Heizung erfolg im Haus zentral über Brennwertgerät. Im Sommer kühle ich automatisch die Wohnung etwas. Aber ich verliere im Winter Energie die die Heizung erzeugen muss. Zur Aufstellung der Wärmepumpe steht nur ein kleiner Abstellraum zur Verfügung. Oder verwendet man besser Durchlauferhitzer zur Nacherwärmung im Winter?
Alle Alternativen, die Sie aufgezählt haben, wären durchaus denkbar. Vermutlich muss aber der Aufwand für jede Alternative in Betracht gezogen werden und gegeneinander abgewogen werden. Hierbei wäre vermutlich die Alternative, moderne, energieeffiziente Durchlauferhitzern zu installieren, am günstigsten. Die Kosten für Geräte und insbesondere Installation wären vermutlich, auch im Gesamtkostenverhältnis trotz höherer Stromkosten für die Durchlauferhitzer, geringer.
Sehr geehrte Damen und Herren, ist eine Brauchwasserwärmepumpe für einen 4 Personen-Haushalt sinnvoll bei folgenden Gegebenheiten: Öl-Brennwerttechnik, Heizungskeller höchsten 20 m² mit Waschmaschine und Trockner und Fenster. Photovoltaik-Anlage. Von einer Erdwärme-oder Außenluft-WP wurde mir abgeraten, da ich nur z.T. Fußbodenheizung habe. Gibt es bei den verschiedenen Herstellern von Wärmepumpen, Anlagen mit unterschiedlicher Effizienz? Könnten Sie mir für meinen Bedarf spezielle Anlagen empfehlen? Ihre Antwort wird dringend benötigt! Vielen Dank im Voraus!
Eine Brauchwasser-Wärmepumpe wird in der Regel dort aufgestellt wo warme Luft in relativ großem und konstantem Umfang produziert und energetisch ungenutzt bleibt. Ein Raum mit Öl-Brennwerttechnik, Waschmaschine und Trockner ist dazu natürlich optimal. Hier kann eine Brauchwasser-Wärmepumpe problemlos aufgestellt werden und die Warmwasserbereitung für Ihren 4-Personen-Haushalt übernehmen.
Dass von einer Erdwärme- oder Außenluft-Wärmepumpe abgeraten wird, wenn nicht das ganze Haus mit Fußbodenheizung ausgestattet ist, ist leider traurige Realität. Die Empfehlung ist jedoch grundsätzlich FALSCH. Die Effizienzverluste, die sich dadurch ergeben, dass ein Teil des Hauses mit Heizkörpern und ein anderer über Fußbodenheizung beheizt wird, sind sehr gering. Diesbezüglich sollte auch die Güte der Dämmung der Gebäudehülle mit einbezogen werden. Selbst bei weniger gut gedämmten Häusern mit Heizkörpern kann der Einsatz einer Erdwärme- oder Außenluft-Wärmepumpe energetisch und wirtschaftlich Sinn machen, wenn die im Heizsystem benötigten Vorlauftemperaturen berücksichtigt werden.
Wie stark wird ein Raum durch eine Brauchwasser-Wärmepumpe heruntergekühlt? Wie ausgeprägt sind diese Kühleffekte?
Der Grad des Kühleffekts ist pauschal nicht ganz einfach zu sagen. Dies richtet sich nach dem zur Verfügung stehenden Luftvolumen und der Leistung der Brauchwasser-Wärmepumpe. Man muss hier aber grundsätzlich bedenken, dass die Anschaffung einer Brauchwasser-Wärmepumpe natürlich dazu gedacht sein sollte, effizient Brauchwasser auf Grundlage der Abwärme anderer Erzeuger (z. B. Ölheizung) herzustellen. Eine zu starke Abkühlung der Raumluft würde dann wiederum zu Effizienzverlusten bei der Brauchwasser-Wärmepumpe führen.
Vitacal 160-A 2 Stück installiert und sind wahnsinnig laut, .... ist es normal , dass es eine Geräuchkulise erreicht, dass ein Gespräch unmöglich ist? ...... Sie erhitzen das Wasser, Verbrauch an Strom super, auch im Winter, da sie im Heizungsraum stehen, ergo ein Fehlfunktion an sich unwahrscheinlich. Zusätzlich kommt es zu Wasserleitungsklappern bis in den 2. Stock des Hauses, wenn beide Anlagen laufen. Greift man in diesen Momenten an die Rohre so vibrieren diese wahnsinnig mit dem lauten Geräusch mit. Ich hoffe, man kann mir hier einen Rat geben. Die Anlagen stehen auf Schraubfüßen aus Metall, die auf einem Gummikissen gelagert sind.
Da eine Wärmepumpe mit einem Kompressor betrieben wird, kann es sein, dass sich bei fehlerhafter Installation der Rohrleitungen über diese die Vibrationen weiter verbreiten. Das ist weniger ein Problem der Wärmepumpe, sondern eher der Aufhängung/ Anschluss der Rohrleitungen. Wir würden empfehlen, zunächst an dieser Stelle zu gucken, ob sich durch eine veränderte Aufhängung der Rohrleitung eine Besserung einstellt.
Sehr geehrte Damen und Herren, uns wurde die Installation einer Warmwasser-Wärmepumpe Stiebel WWK300 empfohlen. Sie soll nicht nur der Warmwasseraufbereitung dienen, sondern vielmehr unsere Kellerräume trocken halten. Wir sanieren gerade ein denkmalgeschütztes Reihenendhaus von 47qm Grundfläche, das wir mit 2 Erwachsenen und 2 Vorschulkindern bewohnen werden. Das Gebäude hat ein Erdgeschoss (Küche, Wohnzimmer im Raumverbund), ein Dachgeschoss (Elternschlafzimmer und Bad) sowie den Keller (Kinderzimmer, Bad, Arbeitszimmer mit angeschlossenem Technikraum). Das Aggregat soll in den Technikraum (4,5qm, sonst noch Kühlschrank, Brennwerttherme VAILLANT ecoTEC exclusiv, Waschmaschine und ggf. Trockner), der aber Anschluss an das Arbeitszimmer hätte, welches auch gern etwas kühler sein darf (12qm). Geplant ist auch ein Luftüngssystem, so dass sich das Aggregat Luft aus allen Räumen des Hauses ziehen könnte. Die Kellerdecke ist nur 2m hoch! Grundidee ist weniger die Effizienz –soweit es nicht alle Kostenrahmen sprengt- sonder mehr die Trockenhaltung des Kellers, um nicht auf eine dauernde Kontrolle der Luftfeuchtigkeit angewiesen zu sein. Wie sehen Sie das?
Eine Brauchwasserwärmepumpe ist durchaus bis zu einem gewissen Grad in der Lage die Raumluft zu entfeuchten. Das Wasser kondensiert dann am Wärmetauscher der Anlage. Ob dies bei Ihnen auch den gewünschten Effekt hat, lässt sich schwer voraussagen. Am Besten sollten Sie sich hierbei mit dem Hersteller des von Ihnen gewählten Gerätes auseinandersetzen.
Mich interessiert, warum die angegebenen Umgebungstemperatur immer mit 35 Grad angegeben ist. Ist es schädlich wenn im Aufstellungsraum eine höhere, sagen wir mal 45 Grad Umgebungstemperatur ist?
Eine Temperaturangabe bei Wärmepumpen ist in vielen Fällen immer im Verhältnis zur dann resultierenden Effizienz zu verstehen. Häufig werden die COP von z.B. Sole-Wasser-Wärmepumpe mit der Angabe B0/W35 definiert. Das heißt, dass dieser COP (Coefficient of Performance) dann gilt, wenn die Soletemperatur der Sonden („B“rine = Sole) 0°C und die Vorlauftemperatur des Heizwasser („W“ater = Wasser) 35°C betragen. Der COP ist also eine statische Angabe. Um die Effizienz einer Wärmepumpe über das gesamte Jahr zu beschreiben – also auch unter Berücksichtigung schwankender Sole- und Vorlauftemperaturen – verwendet man die Jahresarbeitszahl. Im Fall einer Luftwasserwärmepumpe/ Brauchwasserwärmepumpe führen höhere Lufttemperaturen zu einer tendenziell besseren Effizienz. Bei 45°C Lufttemperatur muss man wohl von einer absoluten Ausnahmesituation sprechen, die kurzfristig wohl keinen Einfluss auf die Wärmepumpe hat. Liegen solche Temperaturen langfristig vor, so ist vermutlich eine spezielle Geräteauswahl vonnöten bzw. wäre es wohl im Sinne der Energieeffizienz notwendig zu prüfen, wie solche Temperaturen überhaupt entstehen können.
Meine Brauchwasserwärmepumpe hat einen recht guten Arbeitsbereich von 0 bis 40°C Lufttemperatur, die ich auch nur zu Tageszeiten günstigen Niedertarifstromes betreibe (Schaltuhr). Gleichwohl möchte ich sie das ganze Jahr durchgehend und das mit guter Effizienz nutzen. Als Heizung ist ein Vollbrennwertsystem auf Öl-Basis angedacht. (5 Monate Stillstand im Sommer). Hierbei wird die Frischluft, die normalerweise als Verbrennungsluft dient, bereits im Kamin (LAS) um ca. 20°C erwärmt, wenn der Brenner läuft. Eine weitere Erwärmung der Verbrennungsluft erfolgt im Sekundärwärmetauscher bis etwa 60°C. Unabhängig von der Winteraußentemperatur gewinne ich also immer Frischluft im Plusgradbereich (wenn Brenner läuft). Diese vorgewärmte Frischluft möchte ich in den wenigen Zeiten, wo auch der Ventilator der WP läuft, dieser dann beimischen und den Heizungsbrenner derweil mit der Raumluft versorgen. Ein regelungs- und luftführungstechnisches Problem, was sich sicher lösen läßt, oder?
Pauschal ist sicherlich zu sagen: Ja, ein solches regelungstechnische Problem ließe sich lösen. Hierzu wäre aber eine eingehende Analyse Ihrer vorhandenen Anlagentechnik notwendig sowie natürlich die Auswahl einer Regelungssystematik mit technischer Konzeption und Einbau. Ob sich dieser Aufwand im Verhältnis zur möglichen Effizienzsteigerung letztlich lohnt, ist fraglich. Wir empfehlen für Wärmepumpen im Privatbetrieb immer, das System so einfach wie möglich zu halten. So ist ein langfristig wartungsfreier Betrieb eher gewährleistet.
Ich plane die Installation einer Luft/Wärmepumpe im Keller für das ganzjährige Bereitstellen von Brauchwasser. Dabei soll der Brauchgwasserkessel der zentralen Heizungsanlage (Fa. Thyssen, Heizöl) stillgelegt werden. (ohne Wasser). Frage: Schadet dies dem Heizungskessel?
Wenn Sie einen Brauchwasserspeicher von der Ölzentralheizung trennen, so schadet dies grundsätzlich nicht der Ölheizung bzw. beeinträchtigt diese nicht im weiteren Betrieb. Sie können dann einfach eine Brauchwasserwärmepumpe mit passendem Speicher an die vorhandene Brauchwasserleitung anschließen.
Vielleicht wäre es aber auch interessant, eine Luftwärmepumpe zur bivalenten Brauch- und Heizwasserunterstützung zu installieren. So könnten Sie noch mehr Heizöl einsparen. Wir bieten >> hier Komplettpakete, die jeder Heizungsbauer anschließen kann.
Wir beabsichtigen, in unserem geplanten Passivhaus (100m², mit zentraler Lüftungsanlage mit WRG) eine Brauchwasserwärmepumpe mit Umluftbetrieb und Solaranschluss in einem kleinen (ca. 3m² kleinen) Abstellraum, der an die zentrale Lüftungsanlage (Fortluft) angeschlossen werden soll, aufzustellen. Als zentrale Wärmequelle dient ein Pelletkaminofen (Leistung 3-8 KW). Ist eine solche Anordnung sinnvoll und strömungstechnisch möglich? Als Alternative steht eine Photovoltaikanlage zur Debatte und die Erwärmung des Brauchwassers über Durchlauferhitzer. Für eine Beantwortung dieser Frage wäre ich Ihnen sehr dankbar.
Die von Ihnen geplante Einbindung einer Brauchwasserwärmepumpe in die Lüftung des Passivhauses ist realistisch. Der Sinn aller weiteren Kombinationsmöglichkeiten erschließt sich uns nicht ganz. Normalerweise wird eine Abluftwärmepumpe dort installiert, wo halt warme Abluft von einer Verbrennungsanlage vorhanden ist. Diese Abluftwärmemenge ist dann auch „im Überfluss“ vorhanden. Bei einer Einbindung in die Lüftung eines Passivhauses müsste man mal die der Brauchwasserwärmepumpe zur Verfügung gestellte Wärmemenge und die benötigte Brauchwassermenge etc. gegenüberstellen bzw. sich die Gesamtkonfiguration des Heizungssystems genauer anschauen. Der Strom der Photovoltaikanlage ist im engeren Sinne nicht entscheidungsrelevant. Bei Durchlauferhitzern sollte man die eingesparten Rohrleitungen mit einbeziehen.
Hallo, ich habe im April eine Viessmann Wärmepumpe Vitocal 160-A, Typ WWKS für Umluft/Abluftbetrieb in meinem Heizungskeller aufstellen lassen. Diese Wärmepumpe wird ausschließlich zur Warmwasseraufbereitung meines zwei Personen Haushalts (Einfamilienhaus) eingesetzt. Im Sommer lief alles gut. Anfang November stellte ich fest, daß mein Stromverbrauch drastisch anstieg und die Wärmepumpe auch nachts in Betrieb war. Ich rief den Heizungsbauer an, er schloss dann das Fenster des Heizungskellerraums, damit die Umgebungstemperatur nicht so abkühlt. Vorsichtshalber fragte ich den Schornsteinfeger, ob das Fenster geschlossen bleiben dürfe. Dieser verneinte u. ich rief wieder den Heizungsbauer. Jetzt nahm er die Wärmepumpe vom Netz u. die Heizung übernimmt die warmwasseraufbereitung. Laut Heizungsbauer gebe es nur diese zwei Möglichkeiten: die Wärmepumpe auch im Winter betreiben mit der Folge von hohem Stromverbrauch oder die Wärmepumpe für die Dauer der kalten Jahreszeit abzuschalten. Im Heizungskeller ist bei halb geöffnetem Fenster z. Zt. eine Temp. von 8°C .
Meine Frage: Gibt es weitere Alternativen, um die Wärmepumpe auch in der kalten Jahreszeit kostengünstig in Betrieb zu halten? Eine Solarnutzung kommt wegen der Lage unseres Hauses (direkt am Waldrand, hohe Bäume an der Südseite des Hauses) eher nicht in Frage.
Die Abluft-Umluft-Brauchwasser-Wärmepumpe Vitocal 160-A (WWKS) zieht ihre Energie aus der Umgebungsluft. Wird die Luft kühler, sinkt die Heizleistung. Daher muss die Wärmepumpe länger laufen, um ihre Soll-Temperatur im Brauchwasserspeicher zu erreichen. Sie können daher entweder die Soll-Temperatur im Speicher verringern (unsere Kunden nutzen gewöhnlich Temperaturen um 42-43° C) oder die Lufttemperatur erhöhen. Die letzte Möglichkeit wäre die Nutzung des Heizstabes zur alleinigen Brauchwassererwärmung. Vielleicht haben Sie die Möglichkeit, die Wärmepumpe in einen anderen Raum zu stellen? Schade, dass man die Solaranbindung nicht nutzen kann.
Sehr geehrte Damen und Herren, die Beiträge auf Ihren Seiten haben mich nachdenklich gemacht. Mein Installateur hat mir zur Brauchwassererwärmung in meinem Bauernhaus eine Brauchwasserwärmepumpe angeboten und als Stellplatz dafür meine erdnahen (gewachsener Lehmfußboden) Kellerräume mit Kalksteinwänden empfohlen. Auch für die Leitungsführung wäre das ideal. Die Kellerräume sind nicht beheizt, besitzen aber offene Lüftungsschlitze und dienen der frostfreien Gemüselagerung. Nach 7 Tagen mit minus 15°C Außentemperatur ist dann allerdings der Gefrierpunkt erreicht. Meine Heizwärme beziehe ich schon von einer Luft/Wasser-Wärmepumpe, die aber mit der Brauchwassererwärmung überlastet wäre. Welche Lösung zur Brauchwassererwärmung würden Sie mir empfehlen?
Grundsätzlich ist die Effizienz einer Luft-Wasser-Wärmepumpe von der Lufttemperatur abhängig. Dies ist auch bei Brauchwasser-Wärmepumpen der Fall. Typischerweise eignet sich die Installation einer Brauchwasser-Wärmepumpe in den Fällen, in denen meistens durch Verbrennungsprozesse Abwärme resultiert, die über eine Brauchwasser-Wärmepumpe energetisch zurück gewonnen wird. Ist keine „warme Luft“ vorhanden, ist auch eine Brauchwasser-Wärmepumpe nicht in jedem Fall zu empfehlen. Zumindest wenn aus energetischen, ökologischen oder wirtschaftlichen Gesichtspunkten eine solche Anschaffung in Erwägung gezogen wird. Letztlich müsste man im Einzelfall entscheiden, welche Alternativen eingesetzt werden könnten und welchen Energieverbrauch diese gegenüber einer Brauchwasser-Wärmepumpe bei individueller Berücksichtigung der vorherrschenden Raumlufttemperaturen aufweisen. Gerne erstellen wir für Sie einen diesbezüglichen Konzeptvergleich.
Wäre es möglich, eine Brauchwasser-Außenluft-Wärmepumpe so zu modifizieren, dass sie zusätzlich eine sehr kleine Fußbodenheizung für ein Passivhaus betreibt? Der Heizbedarf ist ja sehr gering und selten. Ich denke dabei daran, entweder über einen Wärmetauscher, Wärme aus dem Brauchwasserspeicher zu entziehen, oder ein Ventil einzubauen, so dass die Wärmepumpe auf den Heizkreis umschalten kann (vielleicht 25 Grad Vorlauf per Mischregler).
Zunächst sollte festgehalten werden, dass es im eigentlichen Sinne keine Brauchwasser-Wärmepumpe als außen aufgestelltes Gerät gibt. Eine Brauchwasser-Wärmepumpe nutzt eigentlich die warme, durch Verbrennungsprozesse entstandene Abwärme innerhalb des Aufstellungsraumes der Heizungsanlage. Natürlich gibt es aber auch Luft-Wasser-Wärmepumpen kleinerer Bauart, die außen aufgestellt sind und das Brauchwasser heizen. Bei ausreichender Dimensionierung könnten diese dann natürlich auch zur Versorgung der Fußbodenheizung eingesetzt werden.
Da von einem Passivhaus die Rede ist, wird wohl eine Wärmerückgewinnungsanlage installiert sein, die die ausgehende Luft zur Vorwärmung der eingehenden Luft nutzt. Tendenziell ist hier von einem sinnvollen Einsatz einer Brauchwasser-Wärmepumpe eher abzuraten, da jede „Kalorie“ bereits genutzt wird. Nun aus dem Brauchwasser-Speicher Wärme abzuleiten und per Wärmepumpe zu nutzen wird thermisch nicht funktionieren und auch wirtschaftlich nicht sinnvoll sein. Eine unter Umständen für Sie passende Alternative wäre die Installation einer ganz normalen Luft-Wasser-Wärmepumpe, die zu Spitzenzeiten Brauch- und Warmwasser bereitet. Wir stehen Ihnen dazu gerne jederzeit zur Verfügung.
Sehr geehrte Damen und Herren, haben sie einen Vorschlag zu meinem Vorhaben?
Ich will die Abwärme der Wechselrichter einer Photovoltaikanlage mit 11KW Leistung zur Brauchwasseraufbereitung mit einer Wärmepumpe nutzen. Die Wechselrichter sind im Heizungskeller installiert. Dort ist auch die Gastherme der Heizung untergebracht. Der Heizungsraum hat ca. 18m³ Volumen. Die Abwärme kann über die unbenutzte Entlüftung der alten Ölfeuerung abgeführt werden. Die Brauchwasseranlage ist für vier Personen ausgelegt.
Eine Brauchwasserwärmepumpe zieht ihre Energie aus der Abkühlung von Abluft. Bei herkömmlichen Gebrauchsgrößen von Warmwasser-Wärmepumpen wird im Betrieb ein Volumenstrom von oftmals mehr als 400 m³/h benötigt. Die Wärmepumpe kühlt dann die Raumluft um 2-3° C ab, sodass ohne ausreichende Abluftwärme der Wechselrichter und der Gasheizung die Raumluft soweit heruntergekühlt werden könnte, dass der Taupunkt unterschritten wird und sich die Luftfeuchtigkeit niederschlägt. Dies ist im Falle der Wechselrichter natürlich zu vermeiden. Daher empfehlen wir, die Installation einer Brauchwasserwärmepumpe genauestens prüfen zu lassen. Insbesondere müsste hier über die Berechnung der Energieinhalte hinaus das Augenmerk auf den tages- und jahreszeitlichen Parallelbetrieb der Brauchwasserwärmepumpe, der Wechselrichter und der Gasheizung gelegt werden.
Ist es ratsam in einem unbeheitzten Keller anstatt eines 300l E-Boiler eine Brauchwasserwärmepumpe einzusetzen? In den Wintermonaten könnte das Brauchwasser auch über einen Wärmetauscher im Kachelofen mit versorgt werden.
Eine Brauchwasserwärmepumpe zieht ihre Energie aus der Abkühlung von Abluft. Für eine übliche Baugröße von knapp 1,8 kW (Buderus WPT300) wird ein Volumenstrom von 450 m³/h benötigt, der beim Durchlauf durch die Wärmepumpe um 2-3° C abgekühlt wird. Ein Kellerraum ohne ausreichende Zuluft wird bei einem derartigen Durchsatz innerhalb kürzester Zeit auf Temperaturen heruntergekühlt, dass sich die Luftfeuchtigkeit abscheiden wird und die Räume sehr kühl und feucht werden lässt.
Wir empfehlen daher für eine Brauchwasserwärmepumpe den Anschluss an ein Abluftsystem, welches Abluft aus dem gesamten Haus führt. Im Normalfall (120m² Wohnfläche, 2,5 m Deckenhöhe, 2x Durchlüftung/h) ergeben sich damit 600 m³/h Abluft, die die gesamte benötigte Wärme liefern kann.
Hallo, ich möchte meinen Neubau 140m² über Fussbodenheizung und Luft/Wasser-Wärmepumpe beheizen. Bei der Brauchwassererzeugung bin ich noch unschlüssig, ob ich den angebotenen Brauchwasserspeicher oder eine Brauchwasser-Wärmepumpe installieren soll. Die Brauchwasser-Wärmepumpe würde im Keller mit Fenster im zukünftigen Waschraum mit 20m² ohne Abfallwärme betrieben werden. Welche Schaltung auf der Luftseite würden Sie für einen 4 Personenbedarf empfehlen? Das Haus bekommt keine zentrale Wohnraumlüftung.
Bei einer Kellerraumgröße von 20m² und ohne das Zuführen von Abwärme oder Abluft würden wir von der Abluftwärmepumpe abraten. Eine typische Brauchwasserwärmepumpe benötigt für ihren sinnvollen Einsatz im Betrieb ca. 450 m³/h Luftvolumen. Dies ist deutlich mehr, als der Kellerraum nachliefern könnte (etwa 10-11facher Luftwechsel). Wir würden Ihnen daher zu einer Brauchwassererwärmung mit der angebotenen (Aussen-)Luftwärmepumpe raten. Damit entfällt auch die Konzeption einer zusätzlichen und energiebedürftigen Lüftung bzw. einer erweiterten Schaltung.
Ich interessiere mich für eine Brauchwasser Wärmepumpe. Meine Frage ist nur wieviel Strom benötigt wird, um einen 4 Personen Haushalt zu versorgen? Und kann man mit der Wärmepumpe auch im Winter (ohne andere Heizquelle) das Wasser warm halten? Also der Aufstellort hat ziehmlich die selbe Temperatur wie die Wohnräume, da wir ein offenes Treppenhaus haben, das direkt in den Wohnraum führt. Oder entzieht mir die Wärmepumpe dann zuviel Wärme aus dem Wohnraum?
Die abgegebene Heizleistung - der geschätzte Brauchwasserwärmebedarf von 4 Personen liegt ungefähr bei 2000 kWh - setzt sich etwa zu 2/3 aus kostenloser Abwärme und zu 1/3 aus elektrischer Energieaufnahme zusammen. Unter Berücksichtigung bedarfsgerechter Auf- und Nachheizzeiten ist eine leistungsstärkere 2,4 kW-Brauchwasserwärmepumpe mit einem 200l Speicher eine auf den ersten Blick sinnvolle Kombination. Kalkulieren Sie mit 2400 Betriebsstunden pro Jahr und etwa 200W durchschnittlichem Leistungsbedarf pro Person, so ergibt sich unter Zugrundelegung der o. g. Effizienz ein Stromverbrauch von ca. 650 kWh.
Da die Effizienz der Brauchwasser-Wärmepumpe natürlich von der zu beheizenden Brauchwassermenge, Brauchwassertemperatur und der Wärmequellenmenge und -temperatur abhängt, ist natürlich auch der Aufstellungsort mit Bedacht zu wählen. Eine Aufstellung der Brauchwasserwärmepumpe im Heizkeller einer Verbrennungsanlage ist in vielen Fällen eine sinnvolle Lösung, um ausreichend Abluftwärme zu nutzen und ganzjährig das Warmwasser zu erhitzen. Eine Aufstellung, die die thermische Nutzung der Wohnungsluft bedingt, sollte individuell geprüft werden.
Die Brauchwasser-Wärmepumpe kann, bei entsprechender Umgebungstemperatur, bis zu 75 % des Energiebedarfs aus der Umgebungsluft generieren. Wie sieht es mit den restlich 25 % unter Zugrundelegung der derzeitigen Energiepreise aus? Macht es aus Kostengründen eher Sinn dafür den integrierten Heizstab zu nutzen, oder den Gasheizkessel?
Die restliche zur Wärmegestehung notwendige Energie einer Brauchwasser-Wärmepumpe ist zum Betrieb des Kompressors der Wärmepumpe notwendig. Sofern eine elektrisch betriebene Brauchwasser-Wärmepumpe zum Einsatz kommt, ist es nicht möglich andere Energieträger einzusetzen. Zudem handelt es sich um ein Brauchwasser-Wärmepumpe – also eine Wärmepumpe, die die Umgebungswärme nutzt, um das Brauchwasser (nicht das Heizwasser) zu erwärmen und auf das gewünschte Temperaturniveau zu bringen. Das bedeutet, dass Sie eines weiteren Systems zur Heizwärmeversorgung bedürfen. Da die Brauchwasser-Wärmepumpe die aus einer Verfeuerung resultierende Abwärme und somit das höhere Raumtemperaturniveau nutzt, ist es sinnvoll, die Brauchwasser-Wärmepumpe nur in Kombination mit solchen Heizanlagen zu betreiben. Da die Brauchwasser-Wärmepumpe ähnlich der Solarthermie nur einen kleinen Teil der Wärmeenergie bereitstellt und ergo auch nur einen kleinen Teil der Heizkosten einspart, ist es jedoch sinnvoll, die Umstellung des Gesamtsystems auf Erdwärme oder eine monovalente Luftwärmepumpe zu prüfen. Wir beraten Sie gerne zu einem zu Ihrer Immobilie und Nutzung entsprechenden Wärmepumpen-System.
Sehr geehrte Damen und Herren,
ist es sinnvoll bei der Dimplex BWP 30HLW mit Zusatzwärmetauscher meinen Heizungsrücklauf durch diese Wärmepumpe laufen zu lassen und damit die Rücklauftemperatur meiner Heizung anzuheben und dann erst wieder in meinen Ölheizkessel zu leiten? Fährt dadurch mein Heizkessel durch den angehobenen Rücklauf in den Taupunkt? Können dadurch Beschädigungen an meinen Heizkessel enstehen? Spare ich dadurch Kosten? Ich werde sicherlich etwas weniger Öl verbrauchen, da der Heizkessel ja weniger Temperaturunterschied zwischen Rücklauf und Vorlauf aufheizen muss? Wie verhält sich dies zu meinem erhöten Stromverbrauch, da die Wärmepumpe ja mehr aufheizen muss, da der Heizungsrücklauf ja kälter ist als das vorhandene aufgeheizte Brauchwasser welches durch diesen Vorgang ja abgekühlt wird?
Vielen Dank im voraus für die Beantwortung meiner Fragen!
Vielen Dank für Ihre interessante Idee und die sich daraus ergebenden Fragen. Grundsätzlich gilt, dass eine erhöhte Rücklauftemperatur nicht schlecht für den Kessel ist und damit auch später weniger Öl verbraucht werden wird. Dies erkaufen Sie sich natürlich mit der von der Wärmepumpe erzeugten Wärme.
Was passiert allerdings, wenn eine Brauchwasser-Abluftwärmepumpe, die nur einen relativ geringen Abluftstrom erhält, feststellt, dass die Soll-Temperatur in ihrem Speicher unterschritten wird? Und das wird recht schnell passieren, wenn die Brauchwasserspeichertemperatur bei ca. 43-45° C, der Heizwasserrücklauf allerdings nur bei 30-35° C liegt. Dann wird bei Heizbetrieb der Brauchwasserspeicher heruntergekühlt, die Wärmepumpe stellt Bedarf fest und versucht, die Solltemperatur mit ihrem Kompressor zu erreichen.
Wird die Solltemperatur im Brauchwasserspeicher nicht innerhalb eines gewissen Zeitraumes erreicht, weil gleichzeitig viel Wärme Richtung Heizkreis abgezogen wird, schaltet sich nach einer gewissen Zeit der Heizstab mit ein - mit einer angenommenen Leistung von 1500 Watt. Damit ergeben sich erhöhte Stromkosten im Vergleich zum Kompressorbetrieb.
Letztlich heizen Sie Ihren Rücklauf vornehmlich elektrisch. Im Vergleich zu einer Wärmepumpe aber mit deutlich schlechterem Wirkungsgrad. Der eingesetzte Strom wäre zu teuer, um vergleichsweise wenig Heizöl damit einzusparen.
Daher würden wir Ihnen von Ihrer Idee abraten, da der Heizstab das störende Element darstellt. Die Abluftwärmepumpe von ihrem Heizstab zu befreien, ist allerdings auch nicht zielführend, da sich der Speicher derart schnell abkühlen würde, sodass der Kompressor zu oft wird anspringen müssen. Ein schnellerer Verschleiß aufgrund der zunehmenden Taktzyklen wäre die Folge.
Kann ich die Wärmepumpe auch im Heizkeller aufstellen, in dem mit Holz geheizt wird, ohne das Gerät durch Staub etc. zu schädigen?
Gegen die Aufstellung einer Brauchwasserwärmepumpe in der Nähe des Aufstellungsortes einer Holzheizung ist grundsätzlich nichts einzuwenden, solange die Abgase der Holzheizung über einen Schornstein abgeleitet werden. Die typischen Emissionen von Feinstaub, polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) und Ruß einer Holzheizung können somit als Gefährdungspotential für die Wärmepumpe ausgeschlossen werden können. Lediglich dem Filter der Warmwasserwärmepumpe sollte unter Umständen in der Heizperiode mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden, da abhängig von Größe und Qualität des Holzgutes und Art des Holzheizungskessels (Holzvergaserkessel, Naturzugkessel, Holzpelletkessel, Hackschnitzelkessel) die Luft im Heizungsraum unterschiedliche starke Holzpartikelbelastungen aufweisen kann, die die physische Luftaufnahme der Wärmepumpe beeinträchtigen können. Daher sollte der Filter der Wärmepumpe unter Umständen häufiger gereinigt werden.
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