"Winter auf Gut Immenhof: Umbau – Aktueller Stand"
... Dafür steht den Gebäuden eine umfangreiche Sanierungs- und Umbaukur bevor. Denn am Gutshaus und den landwirtschaftlichen Nebengebäuden hat der Zahn der Zeit genagt. Zwar ist die Grundsubstanz solide, doch örtlich bröckelt der Putz. Derweil haben die Denkmalpfleger auch Hand an die Grundmauern des Ensembles gelegt, das im Mittelalter ein erzbischöfliches Vorwerk war. Was das Gutshaus angeht, so legt das Sanierungsteam in Zusammenarbeit mit den Konservatoren besonderen Wert auf den Rückbau von Veränderungen und die Wiederherstellung der ursprünglichen Farbgebung. Denn das Ensemble steht insgesamt unter Denkmalschutz.
Die Gutsgebäude werden in den kommenden Monaten schrittweise modernisiert und saniert. Schon jetzt fanden örtlich Sicherungsmaßnahmen statt, die einen weiteren Verfall verhindern sollen. Dann wird ausgebaut – für Hotel, Suiten, Ferienwohnungen, Hofladen, für Gastronomie und natürlich für den landwirtschaftlichen Betrieb mit Scheune und Ställen. So werden beispielsweise in das Melkhus Ferienwohnungen eingepasst. Und auch das einstige Verwalterhaus wird an die touristische Nutzung angepasst und umgebaut. In diesem Zusammenhang wird auch die Zufahrt neu geregelt, damit der Hotelbetrieb nicht durch Autoverkehr beeinträchtigt wird.
Beim Bau werden wie beim Betrieb ökologische Aspekte und Maßgaben der Energieeinsparung berücksichtigt. So setzt beispielsweise die Energieversorgung auf Wärmepumpen. Solche Systeme lassen sich auch in historische Gebäude einbinden. „Wir empfehlen ein Vorgehen, das die Immobilie, deren Nutzung sowie Wirtschaftlichkeit und Ökologie auf lange Sicht in den Mittelpunkt der Betrachtung stellt“, sagt Hermann Stoltenberg, Gründer der Stoltenberg Energie GmbH, einem langjährigen Spezialisten für Erdwärme und Wärmepumpen. „Wir schauen uns die Immobilie an und führen ein ausführliches Beratungsgespräch. Im Dialog mit den Eigentümern finden wir das Konzept, das am Besten zur Immobilie und zu den Präferenzen der Bewohner passt.“ ...
Textauszug aus: Welt am Sonntag vom 14. November 2010
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